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11.05.2012 in Winsen Luhe das 3. antifaschistische Festival im örtlichem Jugendzentrum „EGON‘S“.
Eintritt: 5 Euro.

Der „blick nach rechts“ berichtet:
Leinefelde – In der rechtsextremen Szene wird für den „Eichsfeldtag 2012“ geworben. (bnr.de berichtete)
Stattfinden soll das braune Spektakel, das bereits im Januar angemeldet wurde, am 5. Mai im thüringischen Leinefelde. Angekündigt sind wieder die „Die Lunikoff Verschwörung“ des ehemaligen „Landser“-Sängers Michael Regener (Berlin), das bayerische Rechtsrock-Trio „Sturmtrupp“, ferner die Gruppen „Tätervolk“ und „Timebomb“. Als Redner aufgeboten werden neben anderen der rechtsextreme Theoretiker Pierre Krebs, Mitbegründer des „Thule-Seminars“, der frühere NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt, das NPD-Bundesvorstandsmitglied Patrick Wieschke, die thüringischen NPD-Funktionäre Matthias Fiedler und Thorsten Heise, Kreisvorsitzender des veranstaltenden NPD-Kreisverbands Eichfeld. Beworben wird das Neonazi-Happening auch in der April-Ausgabe der NPD-Zeitung „Deutsche Stimme“, auf diversen braunen Websites sowie unter anderem auf der Seite des WB-Versands aus dem thüringischen Fretterode, dessen Geschäftsführerin Nadine Heise, die Ehefrau des bekannten NPD-Funktionärs Thorsten Heise, ist.
14. April 2012
Vortrag in Nürnberg: „Die Grauzone“ „Subkulturelle Farbenlehre – Die Grauzone – Rechte Lebenswelten zwischen Punk, Oi und Deutschrock“
Mit Michael Weiss, um 18.00 Uhr beim KEEP IT EVIL-FESTIVAL in der DESI (Brückenstr. 23).
Aus der Ankündigung:
Immerhin: „Gegen Nazis“ sind viele, die sich in Subkulturen oder in der Populärkultur bewegen – Frei.wild-Fans auf der Fußball-Fanmeile oder auch Oi-AnhängerInnen, die die Politik sowieso ablehnen. Doch jenseits der White-Power-Rockmusik etablieren sich rechte Lebenswelten, für die die Kategorie „Nazis“ genauso wenig zutrifft wie das Label „unpolitisch“. Sie sind irgendwo dazwischen, in der Grauzone. Diese Grauzone reicht weit hinein in „alternative“ Szenen und bedeutet einen
zunehmenden Raumverlust für linke, emanzipatorische Ideen. Die Veranstaltung wird den folgenden Fragen nachgehen: Wo beginnt die Grauzone, wo hört sie auf? Wieso erlebt sie heute Dynamik? Und was sind eigentliche „rechte Lebenswelten“? Entsprechende Strömungen im Punk, Oi und Hardcore sind ebenso Thema wie die Popkultur von Böhse Onkelz und Frei.wild. Wir werden uns vor allem textliche Inhalte und ästhetischen Inszenierungen betrachten und darüber unappetitliche Einblicke nehmen in reaktionäre Männerwelten, spießbürgerliche Rebellionsphantasien und in Wertebilder, die auf Ballermannpartys wahrlich besser aufgehoben wären als in linkscodierten Szenen.
Antiracist Fans Standing Together!
MTZ-Ripo ist ein Fußballklub aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk, der seit 2009 unter dem Namen Partizan spielt. In den vergangenen Jahren entwickelte sich bei dem Verein eine starke, antifaschistische Fan- und Ultrà-Szene. Damit ist der Club nicht nur in der ehemaligen Sowjetunion, sondern im gesamten Ostblock einzigartig. Natürlich gibt es auch bei anderen Vereinen Ansätze einer progressiven Fankultur, doch bei MTZ Ripo steht eine Masse dahinter. Bis zu einige Hundert zumeist junge Leute zählen zur Fanszene, darunter viele Angehörige alternativer Subkulturen (u.a. Punkrock, Hardcore, Veganismus). Die Fans widersetzen sich nicht nur der krassen Repression des autoritären Staates, sondern konnten im Laufe der Zeit die Dominanz faschistischer und neonazistischer Hooligans (u.a. vom Traditionsklub Dinamo Minsk) brechen – das Klima in der Stadt hat sich gewandelt. Der Verein mit seiner Fanszene bildet eine enorm wichtige Gegenkultur zum autoritären und extrem rechten Mainstream in der Gesellschaft. Die Ausstrahlungskraft reicht weit über das Fußballstadion und die Landesgrenzen hinaus und zeigt, dass auch unter schwierigsten Bedingungen eine Alternative möglich ist.
Unterstützt die Rettung von MTZ Ripo Minsk!
Im letzten Jahr konnte MTZ Ripo den Aufstieg in die höchste Spielklasse feiern, was die positiven Entwicklungen weiter beförderte.
Im Dezember 2011 hat sich allerdings der Klubbesitzer und Sponsor Vladimir Romanov zurückgezogen. Die Suche nach neuen Sponsoren war nicht erfolgreich, die Mannschaft stellte den Spielbetrieb ein und es droht das endgültige Aus.
Mit einer Rettungskampagne wollen die Fans und Ultràs ihren Verein retten und zumindest die 2. Liga ermöglichen. Der Verein benötigt insgesamt ca. 80.000 Euro für die Registrierung zur 2.Liga, die Stadionmiete und den Bürobetrieb. Bis zum April müssen die ersten 10.000 Euro gesammelt werden. Um diese Aufgabe zu stemmen wurde eine Genossenschaft gegründet, bei der jede/r Teilnehmende (bisher etwa 400; Stand 23.02.2012) einen monatlichen Beitrag zahlt. Dieser Schritt zur Selbstorganisation gewährleistet, dass alle Teilhaber ihres Clubs werden und die zukünftigen Entwicklungen – wie beispielsweise Personalentscheidungen – mitbestimmen können.

PayPal: —||| szymon666@poczta.onet.pl |||- Betreff: MTZ und gebt bitte auch euren Verein an, damit die Leute vor Ort wissen, wer zu ihnen steht!
Noise and Resistance – Voice of the Underground
Es geht auch anders. Kommerz, Kapital und Konsum sind keine unumstößliche Notwendigkeit unserer Gegenwart. Dass man mit dieser Meinung nicht allein sein muss, zeigen Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag in ihrem wütenden und mitreißenden Dokumentarfilm „Noise and Resistance“. Was manchen nur als Lärm und Störung gilt, machen sie als vitale Artikulation des Widerstands deutlich : Punk ist hier weder Modeerscheinung noch verstaubtes Relikt der Vergangenheit, sondern der lebendige Ausdruck eines Lebensgefühls.
Die beiden Regisseurinnen begeben sich mitten hinein in eine höchstlebendige und pulsierende, eine aufbegehrende und selbstbewusste Szene. Ob Hausbesetzer aus Barcelona, Antifaschisten in Moskau, niederländische Gewerkschaftskämpfer, die Aktivisten des englischen CRASS – Kollektivs, queere Wagenplatzbewohner aus Berlin oder Punkgirl-Bands in Schweden – immer ist die Musik eine kollektive Selbstbehauptung, ein vertontes Nein, dessen Losung „Do it yourself!“ zur lautstarken Internationale des 21. Jahrhundert geworden ist.
„Noise and Resistance“ ist eine inspirierende Reise durch Europas Utopia der Gegenwart, an subkulturelle Sehnsuchtsorte, wo aus Unabhängigkeit Gemeinschaft entsteht – und der beste Punk-Sound, den man seit Jahren gehört hat.
There are other ways. Commerce, capital, and consumption are by no means irrevocable necessities in today’s world. In their angry and rousing documentary „Noise and Resistance“, Francesca Araiza Andrade and Julia Ostertag show that those who think so are not alone in this opinion. What some would describe as mere din and nuisance, they prove to be a vital articulation of resistance :
Here punk is neither a passing fad nor a dusted relic from the past but the lively expression of an attitiude towards life.
The directors enter the centres of a vivid and vibrant, a rebellious and self-conscious scene. Be it squatters in Barcelona, anti-fascists in Moscow, Dutch trade unionists, the activists of England’s Crass collective, queer trailer park inhabitants in Berlin, or Swedish girl punk bands, their music always expresses a collective self-assertion, a No! set to music whose slogan : Do it yourself! has become a strident 21st century „International“.
„Noise and Resistance“ is an inspiring journey through Europe’s contemporary utopia, to subcultural places of desire where unity derives from autonomy along with the best punk sound you‘ve heard for years.
Werte Befreundete, Wegbegleitende und (unbekannte) Mitkämpfende,
wie ja schon einige von Euch wissen, erscheint in den nächsten Wochen beim Unrast-Verlag aus Münster in der Reihe antifaschistischer Texte (rat) ein großartiges Buch:

Ingo Taler / Out of Step – Hardcore-Punk zwischen Rollback und neonazistischerAdaption
Zum ersten Mal liegt mit diesem Buch eine fundierte und extrem umfangreiche Auseinandersetzung mit den zahlreichen Unterwanderungs- und Umdeutungsversuchen der Punk- und Hardcore-Szene durch organisierte Neonazis vor. Ingo Taler berichtet kenntnisreich über die (mittlerweile) sehr vielen Nazi-Hardcore-Bands und lässt uns einen gruseligen Blick hinter die Kulissen dieser Szene werfen. Neben dieser ausführlichen und informativen Dokumentation liegt die besondere Bedeutung dieses Buchs jedoch im Aufwerfen der grundsätzlichen Frage, was denn eigentlich die Hardcore-Szene so interessant und anziehend für Neonazis macht. Hier kehrt Ingo Taler auch ordentlich vor der eigenen Szene-Haustür und benennt umfangreich und selbstkritisch Fehlentwicklungen und reaktionäre bzw. antiemanzipatorische Tendenzen der letzten zwanzig Jahre.
Dem Buch ist anzumerken, dass hier ein langjähriger HC-Aktivist mit Herzblut und Engagement am Werk war, der in dieser Szene aufgewachsen und in ihr immer noch tief verwurzelt ist. Der gesamte Text ist ein leidenschaftliches und radikales Plädoyer für eine politisch bewusste, strikt antifaschistische und kämpferische Punk- und Hardcore-Bewegung. Hier wird zum Glück kein inhaltsleeres „Good night white pride“-Geplapper (das wir zur Genüge von irgendwelchen Schwätzer und Szene-Geschäftemachern kennen) serviert, nein, mit diesem Buch liegt in Zeiten des Grauzonen-Unwesens endlich eine brauchbare und klare politische Standortbestimmung vor.
Einige von Euch hatten uns ja schon im Vorfeld ihre Unterstützung für das Projekt zugesagt, wir appellieren daher an dieser Stelle nochmals an den erweiterten Empfängerkreis dieser Mail: unterstützt dieses wichtige Buchprojekt! Möglichkeiten dazu gibt es ja in rauen Mengen: schreibt Rezensionen, verschickt Werbung , empfehlt das Teil an Mailorder, Info- oder Plattenläden (oder nehmt es selbst in Euer Programm auf), schickt diese Rundmail (mit dem Dateianhang) weiter, veranstaltet Lesungen mit Ingo, schenkt das Buch der Oma oder Onkel Heinz zum Geburtstag usw…
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